Anfang April veröffentlichte der BVDW eine Studie zum Thema Social Media in Unternehmen. Ziel der Online-Befragung war es herauszufinden, für welche Unternehmensbereiche und Anwendungsfälle sich die sozialen Medien bereits als hilfreich erwiesen haben und welche Potenziale von Social Media zukünftig von Unternehmen aller Größen und Branchen genutzt werden. Als allgemeines Fazit kam heraus, dass sich rund 70% der befragten Unternehmen mit der Thematik Social Media befassen und zu einem Großteil auch nutzen. ABER die Unternehmen haben laut der Analyse der Studie von Computerwoche kaum von der Strategie profitiert. Was kann die Ursache sein?

Hier ist festzuhalten, dass viele Firmen sich auf diesen neuen Trend stürzen, ohne die Thematik zu verstehen. Ganz nach dem Motto des Web2.0 wird da einfach einmal mitgemacht, wie es der Facebook-Berater oder die Bitkom-Richtline gesagt hat, ohne selbst nachzudenken, welchen Mehrwert kann meine Firma dem sozialen Netzwerke geben und welchen kann ich dabei gewinnen.

  • Sind dort meine Kunden anzutreffen, die ich über mein Unternehmen informiere?
  • Was habe ich als Unternehmen davon, diese Netzwerke und Tools zu nutzen?
  • Was haben meine Kunden davon, dass ich als Unternehmen an dem Sozialen Netz mitwirke?
  • Wen möchte ich damit erreichen?
  • Wer möchte mich als Unternehmen erreichen?

Häufig wird die gesamte Tragweite der Social Media-Entwicklung für die Unternehmen nicht komplett in Betracht gezogen. Dabei ist vor allem zu bedenken, dass das Empfehlungsmarketing oder Neudeutsch virales Marketing (Mund-zu-Mund-Propaganda) vor dem Web 2.0 eine große Bedeutung hatte und in Zeiten der Vernetzung weiter ansteigt. Vertrauen ist hier der Schlüsselbegriff. Menschen lassen sich von Produkten begeistern, die im Freundeskreis hoch geachtet sind. Diesen Menschen vertraut man und da ist eine solche Empfehlung mehr Wert als eine Anpreisung eines Unternehmens. Ein Unternehmen möchte Profit erzielen, der Freund freut sich, wenn man die Begeisterung über ein Produkt gemeinsam teilen kann. Nur deshalb funktioniert das Teilen von Marken und Produkten auch in den sozialen Netzwerken. Nur leider erkennen die Unternehmen dies oft zu spät, da sie in ihren Strukturen zu unflexibel sind. Das wiederum sorgt dafür, dass die Social Media Aktionen nicht den gewünschten Effekt und schon gleich gar nicht den erwünschten Umsatzmehrwert erzielen.

Warum das so ist, ist eigentlich auch recht einfach zu erklären. Die Unternehmen lassen sich intern nicht auf Social Media ein. Zunächst sollte sich intern die Zusammenarbeit und die Kommunikationskultur ändern. Einen Ansatz, den wir von Twoonix verfolgen, ist die Wikitechnologie in Unternehmen zu etablieren. Der Einsatz unserer Wikimethodik ist ein Anfang für internes Social Media. Zuerst wird das Mailen reduziert, denn alle relevanten Informationen werden im Wiki ausgetauscht. Des weiteren können Abstimmungsmeetings eingespart werden, denn auch solche Prozesse können recht flink und asynchron mit der Wikitechnologie stattfinden. Sie werden merken, wie viel effizienter Ihre Abteilung arbeiten kann. Sofern sich das soziale Arbeiten in den Unternehmen durchgesetzt hat, kann dieses Handeln auch auf die Social Media-Strategien übertragen werden und wird dann auch Effekte in den sozialen Netzwerken sowie den Web2.0-Tools erzielen. Zum Abschluss unser Fazit und Ratschlag in Form von zwei Bildern:

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