Der März scheint ganz im Zeichen der Zukunft der Bildung zu stehen. Vom 16.03.-18.03.2012 läd die Kaiserin-Augusta-Schule nach Köln zum neunten EduCamp ein. Wir von Twoonix sind von dem innovativen Veranstaltungsformat so überzeugt, dass wir uns diesmal entschlossen haben, das Educamp zu sponsorn.

Nachdem sich die letzten beiden Educamps mit der Veränderung der Lernräume und Lernkulturen befasst haben, lautet dieses Mal das Motto “Learn to fly”. Hier lässt sich viel hinein interpretieren. Ich denke, dass die vergangenen acht Un-Konferenzen die Bewegung im Bildungssektor widergespiegelt haben und mittlerweile scheint Ruhe einzukehren. Es haben sich viele Endgeräte etabliert, die sich nun auch im Bildungsmarkt konstituieren. Jetzt heißt es diese zu verinnerlichen und mit ihnen umgehen zu lernen.

Wie genau nun dies im schulischen, universitären und beruflichen Weiterbildungsbereich aussehen kann, was die Best Practice Beispiele sind und was man sonst noch so erproben oder mitdenken sollte, scheint diesmal auf der Agenda zu sein. Seit einigen Wochen wird im Forum breit und heiß debattiert. Hier nun ein kleiner Einblick in die vorgeschlagenen Themen.

Thomas Bernhardt betitelt seinen Vorschlag mit Identität 2.0 oder “die eine Identität”? – wie sieht es bei der Vermischung der verschiedenen (insbesondere öffentlichen) Rollen aus? Ihn würde interessieren, wie wir mit unseren unterschiedlichen Rollen umgehen? Wo ziehen wir die Grenzen? Wie schaffen wir es unterschiedliche Identitäten voneinander zu trennen und deren Koexistenz aufrechtzuerhalten?

Wolfgang Neuhaus und Christian Füller interessieren sich sehr für die moralische Seite von Apple. Aus Marketingsicht hat es der Konzern geschafft, sich ein sehr positives Image zu verschaffen und auch die Kunden in den Bann der Devices einzuspannen. Jedoch gibt es immer zwei Seiten der Medaille. In den Sessions Virale Marketing-Aktionen zur Unterstützung der Foxconn-Angestellten und Wie verhindern wir den goldenen Apple-Lernkäfig? soll genau diese Problematik beleuchtet werden.

Christian Füller regt aber auch noch eine weitere Session an. Diese rührt aus dem Nachgang des #ecbi11 her. Er betitelt sie als Bertelsmann als Teil der Bildungsindustrie. In seiner polarisierenden Art hat er schon am Ende des Bielefelder Educamps einige Educamper und die Organisatoren aus der Reserve gelockt. Wir alle wissen, dass die Versorgung als auch der Veranstaltungsort finanziert werden müssen. Doch wie, wenn man den Teilnehmern eine “gratis”-Veranstaltung bietet? Also muss man Sponsoren finden. Welches Problem die Kritiker hatten, dass es ausgerechnet die Bertelsmannstiftung war, könnt ihr beim #ecco12 herausfinden.

Auch Friedrich Ittner regt zwei Sessions an. Bei Suche und Verwaltung von Quellen (für wissenschaftliche Arbeiten) möchte er mit den Educampern der ewigen Suche nach geeigneten Quellen im Netz nachgehen und wie kann man diese sinnvoll nutzbar machen. Das ist zumindest das, was ich aus seiner Ankündigung entnommen habe. Die zweite Session hört sich für mich lebhafter an – Wissen, Medien und Lernen -> Begriffe, Wirkungen und offene Fragen. Hier möchte er gern mit uns über folgende fragen diskutieren:

  • Welche Rolle spielen Medien beim Lernen, und welche Rolle sollten sie spielen (Techninisierung und Mediatisierung der Gesellschaft)?
  • Welche neuen Herangehensweisen werden durch Medien erst möglich, und wie … ändert sich die Rolle des Lernenden? … verschiebt sich die Verantwortung für den Lernerfolg?
  • Welche Fragen zu Medien und Wissen werden verdrängt/ unterdrückt?
  • Was ist eine Tatsache? (Fleck/ Kuhn)

Ronald Hindmarsh, Diplom Informatiker und Psychotherapeutischer Heilpraktiker, hat seine Session Der freigelassene Lehrer bezeichnet. Er möchte wissen, was wird möglich, wenn Lehrer ungebunden sind? Was wird gelehrt, wenn man nicht an Curricula gebunden ist? Welche Methoden des Vermittelns werden gewählt? Wenn du dich dafür begeistern kannst, dann besuche seine Session.

Also wie ihr sehen könnt, die Themen gehen nicht aus und auch diesmal sind alle Plätze ausgebucht. Auch wer nicht direkt vor Ort sein kann, hat im digitalen Zeitalter dennoch die Chance, die Sessions mitzuerleben. Man kann sich auch von außen mittels des Hashtags #ecco12 auf dem Laufenden halten. Drum merkt euch in zwei Wochen heißt es: Learn to fly!

 

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