Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Online-Enzyklopädie Wikipedia wurde nun ein Buch über die Erfolgsstory im Hoffmann und Campe Verlag herausgebracht. Seit dem 14.09.2011 ist dieses Druckerzeugnis in allen Buchhandlungen erhältlich. Auf unterhaltsame und kurzweilige Weise, angereichert mit Anekdoten über interessante Ereignisse, kuriose Vorfälle und hitzige Konflikte, präsentiert es dem Leser das wenig bekannte Gesicht von Wikipedia.

Am Samstag, den 24.09.2011 fand in der Literaturwerkstatt in der Kulturbrauerei eine Releaseparty statt zu der ich eingeladen war. Schätzungsweise knapp 100 Gäste waren anwesend. Es war eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Journalisten, Vertretern des Wikimedia e.V. und geladenem Publikum. Die Eröffnungsrede hielt Pavel Richter. In seiner Laudatio auf “Alles über Wikipedia” sprach er über die Entstehung der Idee, ein Buch, verfasst von vielen Autoren, zu publizieren. Im Raum stand die große Frage: Warum veröffentlicht man heute in der Webwelt und auch als nur im Web befindliche Webseite ein Buch? Die Antwort war auf den Punkt gebracht: Die Erfolgsgeschichte der Wikipedia soll vielfältig verbreitet werden. Das Wissen der Menschen soll befreit werden und frei zugänglich sein. Das Internet hilft zwar deutlich bei der schnellen Verbreitung, aber es soll auch noch eine weitere Zielgruppe angesprochen werden, die sich nicht täglich im Webspace herumtreibt. Außerdem ist ein Buch ein haptisches Erlebnis, was einfach zum Lesen dazu gehört.

Wer also schon immer mal hinter die Kulissen der Enzyklopädie schauen wollte, dem sei das Buch wärmstens empfohlen. Hier wird beschrieben wie sich die Enzyklopädie entwickelt hat, wie sie funktioniert, d.h. wie kommt überhaupt ein Artikel in die Wikipedia. Am Schluss des Buches findet man ein Glossar, in dem typische Begriffe der Wikipedianer erklärt werden. Man kann es sich ähnlich wie ein Wörterbuch vorstellen: Wikipedianisch – Deutsch. Revolutionär für den Buchmarkt ist es, dass dieses Buch unter einer freien Lizenz veröffentlicht wurde. Außerdem haben sich 96 Autoren bereit erklärt an diesem Buch mitzuwirken. Ähnlich wie bei der Online-Enzyklopädie ist ein beachtliches Werk mit vielen Facetten zustande gekommen. Was mich etwas gewundert hat, war die Aussage, dass dieses Werk im Emailverkehr anstatt in Wiki-Format entstanden ist.

Wer gern mehr darüber erfahren möchte, der hat die Gelegenheit nächste Woche auf der Frankfurter Buchmesse am Hoffmann und Campe-Stand sich zu informieren oder an den zahlreichen Lesungen teilzunehmen. Nun bleibt nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Schmökern!

 

 

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